Mein erster Duathlon

von Anna-Katharina Esser

Der erste Wettkampf ist immer etwas besonderes - und wird einem immer im Gedächtnis bleiben. Ich hatte mich bewusst für ein kleineres Event entschieden, den Duathlon in Mönchengladbach. Eine angenehme Sprintdistanz, welche viele Athlet*innen am Anfang der Saison nutzen, um den aktuellen Ist-Zustand auszutesten. Was ist aktuell schon möglich? Wie fit bin ich jetzt schon? Was ist diese Saison drin? Oder, in meinem Fall, um einfach mal zu sehen, wie so ein Wettkampf abläuft. Die Vorfreude mischte sich mit einem gewissen Respekt, sowie einer wachsender Nervosität.

Die Nacht vor dem Event konnte ich kaum schlafen. Würde alles in der Wechselzone klappen? Wann sollte ich etwas trinken? Welche Zeiten sollte ich anpeilen? Ein gewisser Leistungsgedanke war natürlich auch da. Aber war dieser realistisch? Am nächsten Morgen war der Magen flau und die Nervosität dominierte. Worauf hatte ich mich da nur eingelassen? Als ich am Gelände eintraf sah ich zwei Dinge. Erstens, gefühlt hatten sich nur Männer angemeldet. Zweitens, sahen diese auch alle sehr fit und ambitioniert aus. Ich fühlte mich mit meinem normalen Rennrad fast schon fehl am Platz. Dann wurde die Strecke erklärt und alles ging ganz schnell. Die Frauen durften zuerst starten, die Männer sollten sieben Minuten später an den Start gehen. Als das Startsignal erklang ging alles ganz schnell. Alle liefen los und ich musste lächeln. Bloß nicht zu schnell loslaufen und dann einbrechen. Die fünf Kilometer vergingen wie im Flug und ab in die Wechselzone. Schnell die Schuhe wechseln, Helm an und die Startnummer nach hinten drehen. Die Radstrecke war perfekt und meine Laune wurde immer besser. Auf der Strecke verteilt waren immer wieder Helfer*innen des TV `s die einen anfeuerten. Mein persönliches Highlight war eine Kuhglocke die ordentlich Lärm machte. Super schnell war dann auch die Radstrecke beendet.

Mit etwas wackeligen Knien wurden die Schuhe gewechselt und ein Schluck getrunken. Jetzt ging es an die letzte Disziplin - noch einmal 2,5 km laufen. Alles geben. Ich merkte, dass meine Beine müde wurden. Langsam die Kraft nachließ. Aber die Freude überwog. Der erste Wettkampf machte einfach unfassbar viel Spaß. Die letzten Meter wurde nochmal ein wenig angezogen und ab ging es durch die Ziellinie - mit einem großen Lächeln und einer unfassbaren Zufriedenheit. Den ersten Wettkampf gemeistert zu haben ist ein unfassbar gutes Gefühl und macht Lust auf noch viele weitere.

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