
1905 zeigten die Turner des TV 1848 auf der Terrasse der Kaiser-Friedrich-Halle Turn- und Akrobatikkunststücke.
Hunderte Zuschauer auf und vor der Terrasse schauten begeistert zu.

1908 Turndemonstration und Freikörperkultur
Zwei Zeitdokumente der besonderen Art:
Historische Postkarten des Mönchengladbacher
Fotografen Chr. Jaeger von 1904 und 1906

Eine bemerkenswerte gemeinsame Akrobatik-Schau
von Turnerinnen und Turnern (1906)

Freilicht-Schauturnen der Männer (1904)
6.September 1908 – Das erste „Bökelberg-Fest“
Wie die historischen Bilder zeigen wuchs in den frühen 1900er Jahren die Begeisterung für turnerische Übungen im Freien.
Laufen, Werfen, Hüpfen und Springen wurden von den Turnern als natürliche Bewegungsformen in ihr Übungsrepertoire aufgenommen.
Bis nach dem 1. Weltkrieg standen leichtathletische Übungen in enger Verbindung zum Turnen.
In vielen Städten veranstaltete man sogenannte „Bergfeste“, bei denen neben dem Turnen auch leichtathletische Wettkämpfe stattfanden.
Auch der Gladbacher Turnverein beabsichtigte, eine solche Veranstaltung auf seiner Platzanlage zu verwirklichen. Am 6. September fand schließlich unter dem Namen „Bökelberg-Fest“ * dieses Sportfest das erste Mal statt. Es meldeten sich in kurzer Zeit über 240 Teilnehmer an.
Es wurde ein Fünfkampf ausgetragen, der aus Stabhochspringen, Stemmen, Weitsprung, Kugelstoßen und 100m-Lauf bestand. Die Männer über 35 Jahre trugen einen Dreikampf aus.
Das 2. Bökelberg-Fest fand im Juni 1909 und das 3. im Juni 1911 statt. Durch den 1. Weltkrieg und die schlechte Wirtschaftslage konnten in den Folgejahren keine Wettkämpfe stattfinden. Erst wieder am 23. August 1925 wurde dann das 4. Bökelberg-Fest ausgerichtet. Es nahmen 400 Teilnehmer teil. Jetzt gab es Einzel- und Dreikämpfe für verschiedene Altersstufen und auch Wettkämpfe für Frauen.
In den folgenden Jahren fanden die Bökelberg-Feste fast regelmäßig alljährlich unter großer Beteiligung namhafter Sportler und Vereine auf unserer Platzanlage statt und waren für die Stadt immer ein großartiges Sportereignis. Schließlich waren Vereinsanlagen nicht mehr für einen optimalen Ablauf der Wettkämpfe geeignet.
1982 wurden die Einzelkämpfe des traditionellen Bökelberg-Festes erstmals nicht mehr auf der vereinseigenen Anlage, sondern im größeren und moderneren Grenzlandstadion in Rheydt ausgetragen. Die Mehrkämpfe blieben zunächst noch an der Bökelstraße.
Der Verein verlor dadurch einen Teil seiner Identität und einen Höhepunkt seines jährlichen Vereinslebens.
* Die Bezeichnung „Bökelberg“ wurde bereits 1908 vom TV1848 für die Lage seiner Vereinsanlage verwendet. Die Bezeichnung „Bökelberg“ war ohnehin im allgemeinen Sprachgebrauch üblich, und war die Bezeichnung für den steilen Anstieg der Scharnhorststraße in Richtung Bökelstraße.

Sonderheft zum Bökelberg-Fest 1926

Postkarte von 1899
Das „Schweizer-Haus“ war eine Gaststätte mit großen Gesellschaftsräumen,
mehrgeschossig erbaut im Schweizerstil,
das direkt gegenüber der Platzanlage an der heutigen Ecke
Bökelstraße/Scharnhorststraße lag. Die Gaststätte war beliebter Treffpunkt der Gladbacher Bürger
und diente den Sportlern des TV 1848 als Vereinsheim.

Bökelbergfest Staffel der Frauen
1925
Auf dem Deutschen Turnfest 1908 in Frankfurt a.M. fand ein Mannschaftswettkampf
im Tauziehen der Männer statt. Die Mannschaft des TV 1848 gewann und errang den „1. Kranz“.
Aus der Siegerliste geht auch hervor, dass Richard Wolff bereit 1872 beim Deutschen Turnfest in Bonn mit dem „1. Kranz“ im Hochsprung ausgezeichnet wurde.


Tauziehwettkampf vor der imposanten Kulisse der Festhalle in Frankfurt,
die sich noch im Bau befand und erst Anfang 1909 offiziell eröffnet wurde.




