Schwimmen und Wasserball
Etwa 50 Jahre nach Vereinsgründung fand neben dem Turnen das Schwimmen eine wachsende Beachtung in den Turnvereinen. 1898 wurde die erste Schwimmriege der Stadt im TV 1848 gegründet, aus der 3 Jahre später der „M.Gladbacher Schwimmverein 1901 e.V.“ hervorging. Der „18“ kann also als „Urzelle“ des Schwimmens in Mönchengladbach angesehen werden.
Im Geroweiher, der damals noch sehr viel größer war, fanden 1906 die Deutschen Schwimm-meisterschaften statt. Aus heutiger Sicht kaum mehr vorstellbar.
Nach dem 1. Weltkrieg, der die Entwicklung des Sports in allen Abteilungen zurückwarf, schloss sich der M.Gladbacher Schwimmverein wieder der Schwimmabteilung des TV 1848 an. In den Folgejahren nahmen die Schwimmer erfolgreich an vielen Wettkämpfen in ganz Deutschland teil.
Die „Blütezeit“ für die Schwimmabteilung begann in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg. 1951 wechselte die gesamte Wasserball-mannschaft des Schwimmklubs „Undine“ zum TV 1848.
Die meisten Schwimmbäder der Stadt, so auch das Hallenbad am Berliner Platz („Kaiserbad“) waren durch Kriegseinwirkungen stark beschädigt bzw. vollständig zerstört.
Mit seinem vereinseigenen Schwimmbad auf der Platzanlage hatte der „18“ in der Nachkriegszeit optimale Voraussetzungen für die positive Entwicklung seiner Schwimmabteilung. Französische Kriegsgefangene hatten während des Krieges auf der Platzanlage ein Löschwasserbecken angelegt. Dem damaligen Vorstand gelang es, den Bau so ausführen zu lassen, dass eine spätere Nutzung als Schwimmbecken mit Wettkampfmaßen möglich wurde. 1958 erfolgte eine erste Renovierung des Beckens mit dem Bau einer Umwälzanlage.

Das Mönchengladbacher Münster mit Geroweiher um 1900
(Foto: Archiv Foto-Vogel – Mönchengladbach)

Das alte Kaiserbad am heutigen Berliner Platz um 1906.
Es wurde leider in den 50er Jahren für den Bau des
neuen Stadtbads abgerissen.
Erst 1957 wurde endlich das neue Hallenschwimmbad am Berliner Platz eröffnet. Es begann für die Schwimmer des „18“ eine mehrere Jahre andauernde Hochzeit mit Erfolgen bei großen Veranstaltungen des Schwimmverbandes und Turnieren des Deutschen Turnerbundes.
Zwei Jahre später erlebte der Mönchengladbacher Schwimmsport mit der Austragung eines international besetzten Schwimmfestes einen Höhepunkt. Neben einer holländischen Weltrekordlerin nahmen mehrere Europa- und Deutsche Meister teil.
Einen wesentlichen Beitrag zu den Erfolgen der Schwimmabteilung leisteten in den 50er und 60er Jahren die Wasserballer. 1959 errangen sie zum ersten Mal den Titel des DTB-Bundessiegers, es folgten sechs weitere Meistertitel in Folge bis zum Jahr 1966. 1961 erhielten sie den Ehrenbrief der Stadt Mönchengladbach. Diese Blütezeit des Wasserballs hielt bis 1970 an und konnte danach nie wiederbelebt werden.
Danach waren es die Schwimmer, die, allen voran die Leistungsträger Michael Esser bei den Herren bzw. Brigit Meiners und Petra Adams bei den Damen, die an die Erfolge der Wasserballer anknüpften. Die Schwimmabteilung des TV 1848 errang 1970 elf von neunzehn Stadtmeistertiteln. Michael Esser nahm am Länderkampf gegen Norwegen in Lillehammer teil und erzielte dort persönliche Bestzeit. 1971 belegte er in der DSV-Bestenliste über 800 m Freistil den 1. Platz.
Die 90er Jahre
Auch zwischen 1988 und 1993 errangen die Schwimmerinnen und Schwimmer des „18“ herausragende Erfolge.
1988 stiegen sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft der Schwimmer in die nächsthöhere Klasse auf. Susanne Schüren wurde über 200m Schmetterling Westdeutsche Meisterin, holte drei Jahrgangstitel bei den Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe und wurde in die Junioren-Nationalmannschaft berufen. Zwei Jahre später wechselte sie nach Hamburg in den Olympia-Stützpunkt, um sich hier auf die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im australischen Perth vorzubereiten.

1958 Großer Zuschauerandrang bei einem
Schwimmwettkampf im vereinseigenen Schwimmbad.

Die erfolgreichen Wasserballer des TV 1848.
Sie gewannen in den Jahren 1962 – 1967 sieben Mal
in Folge den DTB-Titel im Wasserball.

Michael Esser – 1970
Thorsten Griebel wurde 1993 in den Förderkreis der Jugend-Nationalmannschaft berufen und startete für den Deutschen Schwimmverband in Luxemburg. Bereits als 14jähriger errang er fünf Jahre vorher 9 Titel bei den Westdeutschen Jugendmeisterschaften.
Diese Erfolge für den Schwimmsport des Vereins waren den Trainerinnen und Trainern Herbert Fußangel, selbst ein guter Brustschwimmer, Helmut Popp und Anne Brüggemann zu verdanken. Günther Esser leitete a. bis 1995 viele Jahre die Schwimmabteilung.




